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Position des KgCH zur Standardsprache (September 05)
Position des KgCH zur früheren Einschulung (September 05)
 
  Position des KgCH zur Standardsprache

Der Zentralvorstand hat eine klare Haltung zur Frage der Unterrichts- und Umgangssprache im Kindergarten: Die schweizerdeutsche Sprache (Mundart) und die Standardsprache sollen sowohl als Unterrichts-, wie auch als Umgangssprache eingesetzt werden.

  • Die Standardsprache sowie die Mundart müssen im Kindergarten gepflegt und gefördert werden.
  • Beide Sprachen sollen in klaren Sequenzen eingesetzt werden. Das Hin- und Herwechseln zwischen den beiden Sprachen muss vermieden werden.
  • Die Lehrperson soll die Häufigkeit des Gebrauchs der Standardsprache und der Mundart den Bedürfnissen und der Zusammensetzung der Klasse anpassen (können).

Beschluss des Verbands KgCH an der ZV-Sitzung vom 10. September 2005

Weiter Infos zu diesem Thema:
Überlegungen zur Einführung der Standardsprache im Kindergarten (März 05)



  Position des KgCH zur früheren Einschulung

Der Zentralvorstand nimmt Stellung zur Gutzwiller-Initiative. Mit seiner parlamentarischen Initiative möchte der FDP-Fraktionschef Felix Gutzwiller die Kantone verpflichten, die Kinder spätestens mit 6 Jahren in die erste Primarklasse zu schicken.

Der Zentralvorstand unterstreicht, dass der Kindergarten und die Basis/Grundstufe die erste Stufe der öffentlichen Bildung ist. In diesem Sinn begrüsst der ZV einstimmig ein früherer Eintritt ins obligatorische, öffentliche Bildungssystem, betont aber, dass formale Rahmenbedingungen notwendig festgelegt werden müssen. Sehr wichtig ist eine pädagogisch-didaktische Diskussion um die Ausgestaltung der ersten Bildungsstufe. Die Bedeutung des frühen Lernens ist auf der Grundlage neuer Erkenntnisse aus Lernpsychologie und Hirnforschung erwiesen. Deshalb ist es sinnvoll, frühes Lernen zu institutionalisieren. Der Übergang vom Kindergarten in die Primarschule soll flexibel erfolgen, wie dies das Modell der Basisstufe vorsieht. Die Basisstufe nützt Lernschwachen wie Lernbegierigen und wird zur Flexibilisierung des Schuleintrittsalters führen. Das heutige, zum Teil recht starre System der Einschulung soll keinesfalls einfach um ein Jahr 'nach unten' korrigiert werden.

Beschluss des Verbands KgCH an der ZV-Sitzung vom 10. September 2005

Die Grundlage zu diesem Beschluss bildete folgendes Papier, das an der Sitzung der Pädagogischen Kommission KgCH vom 15. Juni 2005 erarbeitet und am 10.September 2005 an der ZV-Sitzung diskutiert wurde:

Eckpfeiler zur Thematik "frühe Einschulung"

  • Was wird unter früherem Einschulen, Schuleintritt resp. obligatorische Schulzeit verstanden? Ist es ein Obligatorium für das Kindergartenjahr vor Eintritt in die Primarschule; ist es eine Vorverlegung um ein Jahr bezüglich Primarschule?
     
  • Bedeutet eine Vorverlegung des obligatorischen Eintritts ins öffentliche Bildungssystem eine Verlängerung der obligatorischen Schulzeit um ein Jahr?
     
  • Was könnten die Standards des HarmoS-Projekts bewirken?

    - Ziele von HarmoS: Koordination und Vereinheitlichung des obligatorischen Besuchs der öffentlichen Bildung, losgelöst von Modellfrage (Kindergarten-Primarschule; Basis-, Grundstufe) und pädagogisch-didaktischer Gestaltung der Elementarstufe
    - Standards beim Übertritt von der Elementar- in die Primarstufe (nach 2. Primarklasse)

  • Argumentation für früheres Eintrittsalter ins öffentliche Bildungssystem
    a)  loslösen von sozialpolitischer Diskussion um Kinderbetreuung, Blockzeiten, Tagesschulen, weil diese Diskussion auch die Primarschule angeht.
    b)  auf der Grundlage neuer Erkenntnisse aus Lernpsychologie und Hirnforschung.
    c)  mit der Argumentation das Lernpotential der Kinder ausschöpfen und Chancenungerechtigkeit für Kinder aus bildungsfernen Familien minimieren. Dazu gehört auch, dass die Kulturtechniken im Rahmen der ersten öffentlichen Bildungsstufe eingeführt werden.

  • Diskussion und Festlegung formaler Rahmenbedingungen notwendig. Wichtiger jedoch eine pädagogisch-didaktische Diskussion um die Ausgestaltung der ersten Bildungsstufe.

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